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Archiv June, 2006

One-to-One-Marketing und der gläserne Digital-Lifestyler

Wednesday, June 7th, 2006

Bei Burda, Springer, Holtzbrinck und Bertelsmann hat man die soziologischen Studien zum veränderten Gesellschaftsbild gelesen und will nun reagieren. Denn Gruppen definieren sich heute weniger als früher über ihre soziale Herkunft, sondern mehr über gemeinsame Interessen. Für Medien- und Werbemacher sind daher die Daten der bislang primär soziodemographischen erfassten Zielgruppen weniger relevant. Kunden können heute durch ihr hinterlegtes Nutzerprofil viel direkter angesprochen werden. Die auf Homepages werbenden Unternehmen kommen so dicht wie nie an ihre Zielgruppe heran, das One-to-One-Marketing ist keine Fiktion mehr. Und der Konsument macht sich freiwillig gläsern.

So kann man es bei Telepolis lesen. Ich kann mir nicht helfen. Dieses ganze Web 2.0-Geschwafel, der gläserne Bürger, gemischt mit Vermarktungsinteressen, haben zusammen eine ziemlich konkrete Gestalt eingenommen. Panikmache hin oder her. Eine gesunde Skepsis, gegenüber jeglichen “Diensten” (von echten Digital-Lifestylern auch gerne “Services” genannt), ist also durchaus angebracht. Neu ist das allerdings nicht unbedingt. Denn ob man nun am total tollen Gewinnspiel mitmacht und nur mal eben, als kleine Gegenleistung, einen kleinen Fragenkatalog zu Persönlichem ausfüllt oder ob man in einer Spielhalle versackt, in der man eigentlich nur gewinnen kann. Das Spiel ist alt, nur technisch wurde und wird es etwas überholt. Und vor allem scheint die Hemmschwelle zur Teilnahme gesunken zu sein.

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Die sieben Todsünden der modernen Gesellschaft (Mahatma Gandhi)

Monday, June 5th, 2006

Zum Nachdenken…

      1. Reichtum ohne Arbeit
      2. Genuß ohne Gewissen
      3. Wissen ohne Charakter
      4. Geschäft ohne Moral
      5. Wissenschaft ohne Menschlichkeit
      6. Religion ohne Opferbereitschaft
      7. Politik ohne Prinzipien

      Mahatma_Gandhi Zitate auf Wikipedia

    Usability-Kurzcheck arbeitsagentur.de : Zu Ihrer Suchanfrage konnten keine Ergebnisse gefunden werden

    Sunday, June 4th, 2006

    Alles, was ich bisher über arbeitsagentur.de gehört habe, war schlechte Kritik: “Da findet man ja eh nie etwas” und ähnliches. Ich dachte, vielleicht findet man ja nichts, weil es einfach keine Angebote gibt, von wegen Arbeitslose und so… Also habe ich mir das selbst mal angesehen. (more…)

    2.0 Marketing oder der Versuch zu retten, was zu retten ist

    Friday, June 2nd, 2006

    Wie im Artikel Virales Marketing schon erwähnt wurde, sind die Blogs ja eine von den Marketingfreaks bevorzugte Werbeplattform. Und wenn nicht viral, dann werden sie eben plump penetriert. Da werden Autos zum Testen an “Blogger” verliehen (nein, kein Link) und es wird Schaum geschlagen (Telepolis). Hauptsache, die Medien werden voll geklatscht und die Produkte tauchen in den total hippen Blogs auf. Tja, der gedachten Automarke geht es bekanntermaßen schon lange nicht mehr so gut. Da will man eben retten, was zu retten ist (ist ja im Grunde auch nicht verwerflich).
    Zugegeben, diese Art der Werbung ist immer noch angenehmer oder zumindest etwas amüsanter anzusehen, als die penetranten Werbebanner, die Spiegel, Heise und Co. rundrum zieren. Ätzender geht es kaum. Und deswegen wird die Werbung natürlich auch geblockt. Und die Blogs, die sich für Werbung missbrauchen lassen, verlieren an Glaubwürdigkeit. Hoffentlich.

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