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Archiv August, 2006

Video: (bedingungsloses) Grundeinkommen, Universität Frankfurt

Monday, August 28th, 2006

Interessantes Video zum Thema Bedingungsloses Grundeinkommen. Es handelt sich um einen Mitschnitt einer Podiumsdiskussion an der Universität Frankfurt a. M.

Teilnehmer:

  • Prof. Dr. Ulrich Oevermann, Universität Frankfurt
  • Prof. Dr. Philippe van Parijs, Université catholique de Louvain und Harvard University
  • Prof. Götz Werner, Universität Karlsruhe und “dm” Drogeriemarkt
  • Prof. Dr. Georg Vobrubar, Universität Leipzig
  • Axel Jansen, Moderation

Video bei Google in drei Teilen:

Aus aktuellem Terroralarm-Anlass

Tuesday, August 22nd, 2006

Those Who Sacrifice Liberty For Security Deserve Neither.

(Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren.)

- Benjamin Franklin, American inventor, journalist, printer, and statesman

Und zur Meinungsbildung findet man auf video.google.com unter dem Suchbegriff “The Power of Nightmares” eine BBC-Dokumentation zum Thema Al Quaida, der “Entstehung” von ausgefeilten Terrornetzwerken, den Zielen politischer Machthaber und den daraus resultierenden Zusammenhängen.

Sehenswert.

Siehe auch:

Musikverleger: Interpretierte Noten und Songtexte verboten

Tuesday, August 22nd, 2006

Wie man an diversen Stellen im Netz nachlesen kann, geht die Musikindustrie nun auch gegen die Veröffentlichung von Noten und Songtexten vor. Eine Neuigkeit ist dies allerdings nicht. Schon vor Jahren wurde OLGA.net vom Netz genommen, weil die dort veröffentlichten “Noten” (Tabulaturen) bzw. mit diesen veröffentliche Songtexte gegen die Raffgier den Geschmack der Musikindustrie gewesen sind. Auch jetzt ist OLGA offline:

OLGA is currently offline while we attempt to resolve legal issues with the archive.

Auf der Seite ist auch der Schriftverkehr der Anwälte veröffentlicht (1, 2, 3, 4, 5 & 6), die den “take down” veranlasst haben.

Schon eh und je wurden Musikstücke nachgespielt und interpretiert. Aber die Musikindustrie geht ja auch davon aus, dass jedes heruntergeladene Album mit einer nicht verkauften CD gleichkommt. Da verwundert es nicht, dass sie nun auch davon auszugehen scheint, dass eine heruntergeladene Tabulatur, mit einem nicht verkauften Notenbuch gleichzusetzen ist oder so ähnlich.

Hinweis: die auf OLGA veröffentlichten Tabulaturen wurden von Musikern interpretiert (”herausgehört”). Songtexte gibt es auf OLGA schon lange nicht mehr.

Wie lange möchte sich die Musikindustrie noch selbst Schaden zufügen? Wann wird der erste richtige Schritt gemacht und die Anwälte werden beurlaubt? Wie wäre es mit wirklich interessanten neuen Konzepten (und angemessenen Preisen)?

Stattdessen sieht es so aus, als würden sogar neue Bands darin unterstützt, ihre eigenen Songs zu recyclen: http://www.leenks.com/link488.htm

Also, liebe Lagerfeuermusikfreunde, aufgepasst: Nachspielen ist nicht!

Ergänzung 10.10.2006:

“Auch eine früher völlig unverdächtige Berufsgruppe ist jetzt in das Visier der Musikindustrie geraten, die Musiklehrer. In den USA wurde ein urheberrechtlicher Unterlassungsanspruch gegen einen Musiklehrer und dessen Internetprovider geltend gemacht…” (telepolis.de)

Praktikanten sind so dankbar

Friday, August 18th, 2006

Gerade über ein Flashbanner gestolpert. Die Agentur Elephant-7 sucht Praktikanten. Und der Werbebanner hört sich so richtig einladend an:

Du brauchst keinen Schlaf.
Du fühlst keinen Schmerz.
Du kommst nach Hause.
Du kommst zu e7.

e7 Hamburg sucht Text- und Grafikpraktikanten! Klick!

Hoffentlich ist die Anzeige nicht ganz ernst gemeint. Denn sie vermittelt genau das, was in Agenturen (und anderen Betrieben?) derzeit üblich ist: Praktikanten, als günstige Arbeitskraft einsetzen und diese ausreizen, bis zum Gehtnichtmehr. Falls doch ernst gemeint, dann ist e7 wenigstens ehrlich.

Siehe auch:

Usability ist Erfolgsfaktor

Wednesday, August 16th, 2006

“Aber Usability ist einfach kein Erfolgsfaktor” tönt es im Fischmarkt-Blog von SinnerSchrader nebenan. Weil Myspace und andere Webspaces ein “Horror an Usability” sind, sie aber dennoch Millionen Benutzer/innen anziehen, sei diese These zutreffend. Und auch iPod und iTunes seien schließlich in ihrer Bedienung nicht unbedingt selbsterklärend, aber erfolgreich.

Ein paar Sätze weiter schreibt man im Blog weiter: “Wer es schafft, die Sehnsüchte einer klar umrissenen Zielgruppe anzusprechen, ist dem Erfolg viel näher als mit einer guten Usability in einem unverbindlichen Umfeld”. Allerdings ist der Satz etwas widersprüchlich, wie ich finde. Denn eine “gute Usability” beinhaltet zu allererst, sich mit der Zielgruppe (a.k.a. User) und deren Zielen auseinander zu setzen und das Erreichen dieser Ziele einfach zu ermöglichen. Also ist Usability wohl eher doch ein Erfolgsfaktor. Das mag nun etwas haarspalterisch klingen. Aber so einfach kann man den Satz “Usability ist kein Erfolgsfaktor” nicht stehen lassen.

Hierzu ein Zitat aus Alan Cooper, The inmates are running the asylum:

The company that first claimed the market had to make certain sacrifices to get there. Chances are that design was an early casualty. This makes that company quite vulnarable to design[...]

Und mit “design” ist hier nicht nur das visuelle gemeint, sondern das “usable design”.

Will heißen: wer (Usability-)design vernachlässigt, ist von der Konkurrenz durch diese Schwäche angreifbar.

Myspace mag vielleicht keine umfangreichen Usability-Tests durchlaufen haben. Aber für die *Zielgruppe* ist es “usable”. Und der iPod bietet zwar weniger Funktionen, als so mancher Konkurrent. Aber vielleicht ist er ja im Vergleich zu diesen Konkurrenten und zusammen mit iTunes immer noch am besten zu bedienen. Und das findet womöglich eine größere Zielgruppe, als es die Zielgruppe von Myspace ist.

Siehe auch: