Musikverleger: Interpretierte Noten und Songtexte verboten

Wie man an diversen Stellen im Netz nachlesen kann, geht die Musikindustrie nun auch gegen die Veröffentlichung von Noten und Songtexten vor. Eine Neuigkeit ist dies allerdings nicht. Schon vor Jahren wurde OLGA.net vom Netz genommen, weil die dort veröffentlichten “Noten” (Tabulaturen) bzw. mit diesen veröffentliche Songtexte gegen die Raffgier den Geschmack der Musikindustrie gewesen sind. Auch jetzt ist OLGA offline:
OLGA is currently offline while we attempt to resolve legal issues with the archive.
Auf der Seite ist auch der Schriftverkehr der Anwälte veröffentlicht (1, 2, 3, 4, 5 & 6), die den “take down” veranlasst haben. Schon eh und je wurden Musikstücke nachgespielt und interpretiert. Aber die Musikindustrie geht ja auch davon aus, dass jedes heruntergeladene Album mit einer nicht verkauften CD gleichkommt. Da verwundert es nicht, dass sie nun auch davon auszugehen scheint, dass eine heruntergeladene Tabulatur, mit einem nicht verkauften Notenbuch gleichzusetzen ist oder so ähnlich. Hinweis: die auf OLGA veröffentlichten Tabulaturen wurden von Musikern interpretiert (“herausgehört”). Songtexte gibt es auf OLGA schon lange nicht mehr. Wie lange möchte sich die Musikindustrie noch selbst Schaden zufügen? Wann wird der erste richtige Schritt gemacht und die Anwälte werden beurlaubt? Wie wäre es mit wirklich interessanten neuen Konzepten (und angemessenen Preisen)? Stattdessen sieht es so aus, als würden sogar neue Bands darin unterstützt, ihre eigenen Songs zu recyclen: http://www.leenks.com/link488.htm Also, liebe Lagerfeuermusikfreunde, aufgepasst: Nachspielen ist nicht! Ergänzung 10.10.2006:
“Auch eine früher völlig unverdächtige Berufsgruppe ist jetzt in das Visier der Musikindustrie geraten, die Musiklehrer. In den USA wurde ein urheberrechtlicher Unterlassungsanspruch gegen einen Musiklehrer und dessen Internetprovider geltend gemacht…” (telepolis.de)