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Archiv April, 2007

Mail an Spiegel bzgl. Überwachungsstaat

Thursday, April 26th, 2007

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich erwarte den skandalösen Vorfall (siehe http://www.heise.de/newsticker/meldung/88824) zum Thema Überwachungsstaat im nächsten Spiegel als Titelthema. Es ist an der Zeit, aufzuräumen und der Bevölkerung reinen Wein einzuschenken, statt den ganzen Tag über das konjunkturelle Hoch zu berichten.

Vielen Dank und in Hoffnung auf Ihr Engagement

Antwort darauf vom Spiegel-Leserservice:

[...] vielen Dank für Ihre E-Mail.

Ich habe Ihren Vorschlag an die Redaktion weitergegeben. Beachten Sie zudiesem Thema bitte auch die bereits erschienenen Artikel auf SPIEGEL Online. Z.B. den gestrigen Artikel unter:
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,479396,00.html oder von heute: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,479481,00.html.

Siehe auch:

… Doch statt Aufklärung und Druck auf die Politik auszuüben gibt es die viel wichtigere Top-Story in Heft 18/2007: “Dickes Blut: Die Bekenntnisse eines Insiders aus dem Team Telekom”. Schlecht.

Bundesregierung gibt zu: Online-Durchsuchungen laufen schon

Wednesday, April 25th, 2007

Das Bundeskanzleramt hat am heutigen Mittwoch in der Sitzung des Innenausschusses des Bundestags eingeräumt, dass die umstrittenen heimlichen Online-Durchsuchungen von Computern durch Geheimdienste des Bundes bereits seit 2005 auf Basis einer Dienstvorschrift des damaligen Bundesinnenministers Otto Schily (SPD) stattfinden. (heise.de)

In Zeiten des universellen Betrugs wird das Benennen von Tatsachen ein revolutionärer Akt. (George Orwell)

Jeder denkt doch eh nur an sich. Und bei Politikern ist das nicht anders. Zeigt auch schön die Dokumentation “The Trap: What Happenend To Our Dream Of Freedom” (BBC).

Zur Erinnerung: Steve Albini, 1993: The Problem with Music

Monday, April 2nd, 2007
Im kultur-politischen Magazin The Baffler, Ausgabe Nummer 5, erschien 1993 ein Artikel von Steve Albini “The Problem with Music”. Albini stellt im Artikel die Gepflogenheiten der Musikindustrie, der Situation der Musikkünstler gegenüber. Außerdem rechnet er auf, wie ein Deal unterm Strich für die Künstler beziehungsweise den industriellen Vertragspartner aussieht. Das Ergebnis des Vertragsverhältnisses zwischen Band und Record Company sieht wie folgend aus (Spoiler-Warnung):
The band is now 1/4 of the way through its contract, has made the music industry more than 3 million dollars richer, but is in the hole $14,000 on royalties. The band members have each earned about 1/3 as much as they would working at a 7-11, but they got to ride in a tour bus for a month. The next album will be about the same, except that the record company will insist they spend more time and money on it. Since the previous one never “recouped,” the band will have no leverage, and will oblige. The next tour will be about the same, except the merchandising advance will have already been paid, and the band, strangely enough, won’t have earned any royalties from their T-shirts yet. Maybe the T-shirt guys have figured out how to count money like record company guys. Some of your friends are probably already this fucked.
Der Artikel dürfte heutzutage weiterhin aktuell sein. Mit der Ausnahme, dass die Musikindustrie ihre Felle davon schwimmen sieht und Künstler vielleicht künftig mehr auf eigene Faust machen, ohne die klassische Maschinerie der Musikindustrie. The Baffler ist seit geraumer Zeit offline. Einige Kopien des Artikels sind im Netz verfügbar: