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Archiv zum Thema 'datenschutz / privacy'

Der Staat als Hacker im Namen des Antiterror-terrors

Friday, December 29th, 2006

Im Namen des Antiterrors planen Innenpolitiker von Bund und Ländern eine ganz neue Art der Hausdurchsuchung, heimlich und am Grundgesetz vorbei. Interessanter Real-Stream auf wdr.de:

Warum Skype nicht vertrauenswürdig und somit potentiell unsicher ist

Thursday, October 12th, 2006

Eine Zusammenfassung laut der unten aufgeführten Untersuchungen:

  • Es wird vom Hersteller die Untersuchung des Protokolls (Reverse Engineering) absichtlich erschwert (Verschlüsselung)
  • Auch Programm Skype ist bewusst verschlüsselt, um die Untersuchung zu erschweren (Binary Protection)
  • Das Protokoll ist proprietär und nicht offengelegt
  • Es ist somit nicht nachvollziehbar, was Skype im Hintergund treibt (vorsätzliche Entstellung des Verkehrs -> Jam traffic)
  • Der eigene Rechner dient als Server (Proxy) für andere (unbekannte) Nutzer. Umgekehrt fließen u.U. eigene Daten über Rechner Fremder
  • Das Programm Bohrt eigenständig Löcher durch die Firewall (weshalb es auch so einfach zu installieren ist)
  • Verschlüsselung im Programm nicht zugunsten der Privatsphäre der Anwender
  • Abhören der Kommunikation durch Skype und durch andere “Dr. Evils” möglich
  • Es gibt bekannte Sicherheitslücken (Stand März 2006), die Skype zum Absturz bringen können und dem Angreifer Zugriff auf das System gewähren (Exploits)

Siehe auch:

If you aren’t doing anything wrong, what do you have to hide?

Sunday, July 16th, 2006

Some clever answers:

  • If I’m not doing anything wrong, then you have no cause to watch me.
  • Because the government gets to define what’s wrong, and they keep changing the definition.
  • Because you might do something wrong with my information.

Who watches the watchers?

Absolute power corrupts absolutely.

(Bruce Schneier, counterpane.com)

One-to-One-Marketing und der gläserne Digital-Lifestyler

Wednesday, June 7th, 2006

Bei Burda, Springer, Holtzbrinck und Bertelsmann hat man die soziologischen Studien zum veränderten Gesellschaftsbild gelesen und will nun reagieren. Denn Gruppen definieren sich heute weniger als früher über ihre soziale Herkunft, sondern mehr über gemeinsame Interessen. Für Medien- und Werbemacher sind daher die Daten der bislang primär soziodemographischen erfassten Zielgruppen weniger relevant. Kunden können heute durch ihr hinterlegtes Nutzerprofil viel direkter angesprochen werden. Die auf Homepages werbenden Unternehmen kommen so dicht wie nie an ihre Zielgruppe heran, das One-to-One-Marketing ist keine Fiktion mehr. Und der Konsument macht sich freiwillig gläsern.

So kann man es bei Telepolis lesen. Ich kann mir nicht helfen. Dieses ganze Web 2.0-Geschwafel, der gläserne Bürger, gemischt mit Vermarktungsinteressen, haben zusammen eine ziemlich konkrete Gestalt eingenommen. Panikmache hin oder her. Eine gesunde Skepsis, gegenüber jeglichen “Diensten” (von echten Digital-Lifestylern auch gerne “Services” genannt), ist also durchaus angebracht. Neu ist das allerdings nicht unbedingt. Denn ob man nun am total tollen Gewinnspiel mitmacht und nur mal eben, als kleine Gegenleistung, einen kleinen Fragenkatalog zu Persönlichem ausfüllt oder ob man in einer Spielhalle versackt, in der man eigentlich nur gewinnen kann. Das Spiel ist alt, nur technisch wurde und wird es etwas überholt. Und vor allem scheint die Hemmschwelle zur Teilnahme gesunken zu sein.

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