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Archiv zum Thema 'musik'

Dagegen stimmen: GEMA will die Gebühren für live Konzerte um 600% erhöhen

Monday, June 22nd, 2009
Die GEZ GEMA will die Gebühren für live Konzerte um 600% erhöhen. Vielleicht weil sie “katastrophale” Erträge im Online-Geschäft beklagt. Wenn es an Ideen und Kreativität mangelt, muss sich doch irgendwie mit Gewalt Geld machen lassen. Uns droht das Aussterben kleiner Clubs, in denen man die schönsten Konzerte erleben kann. Ich zumindest habe keine Lust auf Mega-Events, die in steriler Umgebung mit Tausenden von Menschen stattfinden und bei denen Magentawerbung und blaue Blubberbläschen die Hauptrolle spielen. Zeichnet die Petition gegen die GEMA mit!

FIB Heineken 2008 Benicàssim – Roundup (personal opinion)

Tuesday, July 22nd, 2008
This year I went to the Festival International de Benicàssim and I would give you a short roundup of my personal experiences and expressions. If you decide to get there next year, you should read this.

In a few words

Music & sunshine, very nice and friendly employees, good camping, exorbitantly expensive food and drinks (10€ for a pizza, 2,5€ for a 0.5l water, 1€ for a small banana), over-organized (too restrictive securtiy everywhere, employees counting toilet paper sheets), badly organized (cash machines, info points), long distances between camping and the ozean/venue (especially from the camping area Benicamp).

Details

If you like to listen to good music, combined with a good camping experience and hangin’ around at the beach, FIB is for you. I went to the FIB 2008 three days before the official beginning to make FIB a summer holiday. (more…)

Zur Erinnerung: Steve Albini, 1993: The Problem with Music

Monday, April 2nd, 2007
Im kultur-politischen Magazin The Baffler, Ausgabe Nummer 5, erschien 1993 ein Artikel von Steve Albini “The Problem with Music”. Albini stellt im Artikel die Gepflogenheiten der Musikindustrie, der Situation der Musikkünstler gegenüber. Außerdem rechnet er auf, wie ein Deal unterm Strich für die Künstler beziehungsweise den industriellen Vertragspartner aussieht. Das Ergebnis des Vertragsverhältnisses zwischen Band und Record Company sieht wie folgend aus (Spoiler-Warnung):
The band is now 1/4 of the way through its contract, has made the music industry more than 3 million dollars richer, but is in the hole $14,000 on royalties. The band members have each earned about 1/3 as much as they would working at a 7-11, but they got to ride in a tour bus for a month. The next album will be about the same, except that the record company will insist they spend more time and money on it. Since the previous one never “recouped,” the band will have no leverage, and will oblige. The next tour will be about the same, except the merchandising advance will have already been paid, and the band, strangely enough, won’t have earned any royalties from their T-shirts yet. Maybe the T-shirt guys have figured out how to count money like record company guys. Some of your friends are probably already this fucked.
Der Artikel dürfte heutzutage weiterhin aktuell sein. Mit der Ausnahme, dass die Musikindustrie ihre Felle davon schwimmen sieht und Künstler vielleicht künftig mehr auf eigene Faust machen, ohne die klassische Maschinerie der Musikindustrie. The Baffler ist seit geraumer Zeit offline. Einige Kopien des Artikels sind im Netz verfügbar:

Creativecommons – was ist ‘nicht kommerziell’?

Friday, March 2nd, 2007
Die Creative Commons Lizenz (CC) erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Sie ist ein Segen für z.B.Podcaster, die in ihrem Podcast Musik benutzen möchten. Denn Musik lizenziert nach der CC ist ziemlich frei einsetzbar. Eine Frage stellt sich, wenn man liest, dass die Lizenz nur die nicht-kommerzielle Nutzung erlaubt (Quelle):
You may not use this work for commercial purposes.
Was heist “nicht-kommerziell”? Ist eine Website, die sich durch Google Ads finanziert schon kommerziell? Diese Frage habe ich bereits zweimal an das Team der Creative Commons gerichtet (cci@creativecommons.org). Leider habe ich bisher weder von den CC noch im Netz eine zufriedenstellende Antwort darauf finden können. Links:

Musikverleger: Interpretierte Noten und Songtexte verboten

Tuesday, August 22nd, 2006
Wie man an diversen Stellen im Netz nachlesen kann, geht die Musikindustrie nun auch gegen die Veröffentlichung von Noten und Songtexten vor. Eine Neuigkeit ist dies allerdings nicht. Schon vor Jahren wurde OLGA.net vom Netz genommen, weil die dort veröffentlichten “Noten” (Tabulaturen) bzw. mit diesen veröffentliche Songtexte gegen die Raffgier den Geschmack der Musikindustrie gewesen sind. Auch jetzt ist OLGA offline:
OLGA is currently offline while we attempt to resolve legal issues with the archive.
Auf der Seite ist auch der Schriftverkehr der Anwälte veröffentlicht (1, 2, 3, 4, 5 & 6), die den “take down” veranlasst haben. Schon eh und je wurden Musikstücke nachgespielt und interpretiert. Aber die Musikindustrie geht ja auch davon aus, dass jedes heruntergeladene Album mit einer nicht verkauften CD gleichkommt. Da verwundert es nicht, dass sie nun auch davon auszugehen scheint, dass eine heruntergeladene Tabulatur, mit einem nicht verkauften Notenbuch gleichzusetzen ist oder so ähnlich. Hinweis: die auf OLGA veröffentlichten Tabulaturen wurden von Musikern interpretiert (“herausgehört”). Songtexte gibt es auf OLGA schon lange nicht mehr. Wie lange möchte sich die Musikindustrie noch selbst Schaden zufügen? Wann wird der erste richtige Schritt gemacht und die Anwälte werden beurlaubt? Wie wäre es mit wirklich interessanten neuen Konzepten (und angemessenen Preisen)? Stattdessen sieht es so aus, als würden sogar neue Bands darin unterstützt, ihre eigenen Songs zu recyclen: http://www.leenks.com/link488.htm Also, liebe Lagerfeuermusikfreunde, aufgepasst: Nachspielen ist nicht! Ergänzung 10.10.2006:
“Auch eine früher völlig unverdächtige Berufsgruppe ist jetzt in das Visier der Musikindustrie geraten, die Musiklehrer. In den USA wurde ein urheberrechtlicher Unterlassungsanspruch gegen einen Musiklehrer und dessen Internetprovider geltend gemacht…” (telepolis.de)