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Archiv zum Thema 'politik'

Der Staat als Hacker im Namen des Antiterror-terrors

Friday, December 29th, 2006

Im Namen des Antiterrors planen Innenpolitiker von Bund und Ländern eine ganz neue Art der Hausdurchsuchung, heimlich und am Grundgesetz vorbei. Interessanter Real-Stream auf wdr.de:

Anti-Terror-Datei – immer schön protokollieren, alles und jede/n

Sunday, September 10th, 2006

In einer Sache sind sich die Politiker ja fast alle sicher: eine “Anti-Terror-Datei” muss her, um Terroristen vor ihrem Aktivwerden fassen zu können. Ob Attentate in der Vergangenheit durch eine solche Datei hätten verhindert werden können, darf bezweifelt werden. Hallo, ihr Terroristen! Wenn es mit der “Datei” (in Wirklichkeit wohl eher eine Datenbank) so läuft, wie es mit dem “PASS” (Polizeiliches Auskunftssystem Sachsen) gelaufen ist, gibt es nichts zu befürchten. Denn wie zu lesen ist, konnte ein solches System eine Sexualstraftat auch nicht verhindern, obwohl der Täter in der Datenbank erfasst gewesen ist:

Erst spät, drei Wochen nach der Entführung, suchte die Polizei zum ersten Mal in der Datei “Pass”, die Sextäter in der Nachbarschaft ihres Elternhauses verzeichnet – eigentlich eine Routineabfrage. Selbst jetzt kam die Polizei nicht weit. Stephanies Peiniger Mario M. war zwar schon 1999 verurteilt worden, nachdem er ein 14-jähriges Mädchen überfallen und vergewaltigt hatte. Doch in der Datenbank stand er als “sexuell motivierter Straftäter” verzeichnet – die Soko suchte nach dem Stichwort “Sexualtäter” und fand deshalb keinen Hinweis.

Wie war das? Den Baum vor lauter Wald nicht finden?

Video: (bedingungsloses) Grundeinkommen, Universität Frankfurt

Monday, August 28th, 2006

Interessantes Video zum Thema Bedingungsloses Grundeinkommen. Es handelt sich um einen Mitschnitt einer Podiumsdiskussion an der Universität Frankfurt a. M.

Teilnehmer:

  • Prof. Dr. Ulrich Oevermann, Universität Frankfurt
  • Prof. Dr. Philippe van Parijs, Université catholique de Louvain und Harvard University
  • Prof. Götz Werner, Universität Karlsruhe und “dm” Drogeriemarkt
  • Prof. Dr. Georg Vobrubar, Universität Leipzig
  • Axel Jansen, Moderation

Video bei Google in drei Teilen:

Aus aktuellem Terroralarm-Anlass

Tuesday, August 22nd, 2006

Those Who Sacrifice Liberty For Security Deserve Neither.

(Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren.)

- Benjamin Franklin, American inventor, journalist, printer, and statesman

Und zur Meinungsbildung findet man auf video.google.com unter dem Suchbegriff “The Power of Nightmares” eine BBC-Dokumentation zum Thema Al Quaida, der “Entstehung” von ausgefeilten Terrornetzwerken, den Zielen politischer Machthaber und den daraus resultierenden Zusammenhängen.

Sehenswert.

Siehe auch:

Musikverleger: Interpretierte Noten und Songtexte verboten

Tuesday, August 22nd, 2006

Wie man an diversen Stellen im Netz nachlesen kann, geht die Musikindustrie nun auch gegen die Veröffentlichung von Noten und Songtexten vor. Eine Neuigkeit ist dies allerdings nicht. Schon vor Jahren wurde OLGA.net vom Netz genommen, weil die dort veröffentlichten “Noten” (Tabulaturen) bzw. mit diesen veröffentliche Songtexte gegen die Raffgier den Geschmack der Musikindustrie gewesen sind. Auch jetzt ist OLGA offline:

OLGA is currently offline while we attempt to resolve legal issues with the archive.

Auf der Seite ist auch der Schriftverkehr der Anwälte veröffentlicht (1, 2, 3, 4, 5 & 6), die den “take down” veranlasst haben.

Schon eh und je wurden Musikstücke nachgespielt und interpretiert. Aber die Musikindustrie geht ja auch davon aus, dass jedes heruntergeladene Album mit einer nicht verkauften CD gleichkommt. Da verwundert es nicht, dass sie nun auch davon auszugehen scheint, dass eine heruntergeladene Tabulatur, mit einem nicht verkauften Notenbuch gleichzusetzen ist oder so ähnlich.

Hinweis: die auf OLGA veröffentlichten Tabulaturen wurden von Musikern interpretiert (”herausgehört”). Songtexte gibt es auf OLGA schon lange nicht mehr.

Wie lange möchte sich die Musikindustrie noch selbst Schaden zufügen? Wann wird der erste richtige Schritt gemacht und die Anwälte werden beurlaubt? Wie wäre es mit wirklich interessanten neuen Konzepten (und angemessenen Preisen)?

Stattdessen sieht es so aus, als würden sogar neue Bands darin unterstützt, ihre eigenen Songs zu recyclen: http://www.leenks.com/link488.htm

Also, liebe Lagerfeuermusikfreunde, aufgepasst: Nachspielen ist nicht!

Ergänzung 10.10.2006:

“Auch eine früher völlig unverdächtige Berufsgruppe ist jetzt in das Visier der Musikindustrie geraten, die Musiklehrer. In den USA wurde ein urheberrechtlicher Unterlassungsanspruch gegen einen Musiklehrer und dessen Internetprovider geltend gemacht…” (telepolis.de)